Männer im Sandkasten

FrauvonWelt sitzt auf der Schaukel und regt sich auf. Sie regt sich auf über Männer, die im Sandkasten sitzen und sich gegenseitig Förmchen an den Kopf werfen. Das tun doch nur Kinder? Von wegen. Das tun nur Männer, die noch nicht realisiert haben, dass ihre Sandkastenzeit Jahrzehnte vorbei ist. Die zoffen sich, die streiten sich, nur weil der eine oder mal der andere beim immerwährenden “MeinHaus-MeinAuto-MeineJacht”-Vergleich den Kürzeren gezogen hat. Und damit können die tatsächlich monatelang, ach was, Jahre ihrer kostbaren Lebenszeit verschwenden.
Und warum regt sich unsere FrauvonWelt nun darüber auf? Sie könnte die Männer ja auch einfach Förmchen werfen lassen und schaukeln gehen. Ja, würde sie auch gerne tun, wenn denn diese Männer wenigstens mal richtig zielen könnten. Stattdessen aber gibt es ständig diese Querschläger. Das Förmchen verfehlt sein Ziel und landet am Kopf einer FrauvonWelt. Aua. Und dann heißt es auch noch, sie sei schuld. Warum sie ihren Kopf denn in Angelegenheiten stecke, die sie nichts angehen? Da steht frau dann mit ihrem Talent, immer zur rechten Zeit am richtigen Ort zu sein. Schon ist man Teil eines Streites, dessen Ursprung man genauso wenig kennt, wie dessen Ziel.
Man ist sogar kurz versucht, das Förmchen zurück zu werfen, vielleicht es vorher noch mit Sand zu füllen. Stattdessen aber lässt FrauvonWelt das Förmchen an Ort und Stelle auf den Boden fallen. Und tritt drauf. Wunderbares Plastikknacken. FrauvonWelt dreht sich um und geht zur Schaukel.

Aber natürlich geben die Streithähne jetzt keine Ruhe. Mit ausgefahrenen Stacheln fliegen die Förmchen weiter durch die Luft. Und FrauvonWelt spürt Wut in sich. Kinder könnte man jetzt einfach nach Hause schicken und morgen säßen sie wieder friedlich im Sandkasten und würden gemeinsam Kuchen backen, aber nicht so diese in erwachsene Körper gesteckten Streithähne. Die schmeißen sogar mit Sand. Fraglich ob sie überhaupt selber wissen, warum sie das tun.

Ratlos schaukelt FrauvonWelt ihre Füße in den sonnendurchfluteten Himmel, blickt auf ihre neuen Schuhe und denkt: Männer, Euch entgeht das Wesentliche.

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Stöckchen sind scheiße

Sogenannte Stöckchen wurden schon immer durch die Blogwelt geworfen. Stöckchen sind Aktionen, häufig in Form von Fragebogen, die von Blog zu Blog gereicht werden und dem Ziel einer möglichst weitreichenden Vernetzung dienlich sein sollen, da sich alle, die das Stöckchen aufnehmen, untereinander verlinken. So lange FrauvonWelt bloggt, gibt es diese Stöckchen.

Hier ein paar uralte Beispiele:

Das Bücherrätsel:
Märzzeit, Stöckchenzeit, Mordzeit

Sätze vervollständigen:
FrauvonWelt erkennt die unglaubliche Kreativität und Schaffenskraft eines Bloggers

Spiel mit Zahlen:
4

Manchmal werden auch keine Stöckchen, sondern Herzchen von Blog zu Blog geworfen:
Love your Blog

Oder es werden richtige Projekte:
Kurzschluss | Feuerkinder

Wie auch immer diese Stöckchen gestaltet sind, es gibt Regeln, die jeder Blogger frei nach Gutdünken mißachten kann, denn so war es in der Blogwelt schon immer: Erlaubt ist, was gefällt!

1. Alle Blogger finden Stöckchen scheiße.
2. Stöckchen sind immer zu beantworten, es sei denn, sie sind wirklich saudämlich. Aber dann ist es immer noch erlaubt, etwas Witziges daraus zu machen.
3. Man muss nicht warten, bis einem ein Stöckchen an den Kopf geworfen wird. Man kann sich jedes Stöckchen auch einfach nehmen.
4. Man sollte sich gut überlegen, wem man das Stöckchen an den Kopf wirft, denn es gilt Regel 1.
5. Sei niemals langweilig, denn wenn Du es bist, wird Dir auch ein Stöckchen nicht helfen, Dein Blog vorwärts zu bringen.
6. Wenn Du nie ein Stöckchen an den Kopf geworfen bekommst, hör auf zu bloggen und geh Eis essen.
7. Wenn Du Stöckchen gar nicht scheiße findest, sondern supercool, weil sie Deine Contentlücken schließen: Mach mal Blogpause und geh Eis essen.
8. Verlinke den, der Dir das Stöckchen zugeworfen hat und die, denen Du es an den Kopf wirfst.

FrauvonWelt geht jetzt Eis essen. Himbeer, Vanille.

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FrauvonWelt im Chat mit Nils

FrauvonWelt sitzt in ihrem rosa Plüschsessel und will einkaufen. Ausnahmsweise mal online. Klick, klick, klick. Alles drin im Warenkorb. Während des Bestellvorganges öffnet sich ein Chatfenster, Nils sagt Hallo und fragt, ob er irgendwie helfen kann. FrauvonWelt kann man nicht helfen. Klicken kann sie alleine. Doch dann – plötzlich eine Frage. FrauvonWelt fragt Nils die Frage. Aber Nils ist entweder ein Automat oder doof.

Nils: Hallo! Haben Sie eine Frage? Ich helfe Ihnen gerne weiter!
FrauvonWelt: Oh, hallo Nils, nein ich hab keine Frage. Oder doch: Warum bekomme ich bei der PayPal-Zahlung keine 3 % Rabatt, bei Vorkasse aber schon?
Nils: Weil bei der Vorkassenzahlung die weitere Verarbeitung der bestellung erst geschieht, wenn das Geld eingegangen ist.
FrauvonWelt: Ist das jetzt ne Begründung dafür, warum Rabatt gewährt wird? Verstehe ich nicht.
….
FrauvonWelt: Aha, dann bin ich wohl nicht die einzige, die das nicht versteht.
Nils: Es ist eine Sicherheit für uns als Händler, die wir mit 3 % Rabatt vergüten. Kann ich Ihnen noch anderweitig behilflich sein?
FrauvonWelt: Aber die Sicherheit haben Sie doch bei einer Zahlung über Paypal auch. Da haben Sie sogar das Geld noch viel schneller.
Nils: Eine weitere Erklärung kann ich Ihnen nicht bieten. Wenn Sie keine weiteren Fragen zu home24.de haben, dann wünsche ich Ihnen noch einen angenehmen Abend.
Danke, dass Sie mit uns Kontakt aufgenommen haben
Die Chat-Sitzung wurde getrennt.

Ob FrauvonWelt die Bestellung wohl ausgeführt hat?

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Wald der Kindheit (3)

FrauvonWelt hat Post bekommen. So richtige Post. Mit Umschlag und Briefmarke und vom Postboten. FrauvonWelt findet das sehr schön, wenn Menschen sich dieser alten Kommunikationstechnik bedienen. Das hat etwas Nostalgisches, etwas Aufwendiges, man fühlt sich gleich ganz anders ernst genommen. Auf dem Kopf des Briefes strahlt das Logo der Landesgartenschau 2017. Das wurde von der Wuppertaler Agentur Boros kreiert. Hübsch isses. Wuppertal hat wirklich kreative Köpfe.

Aber wer schreibt denn nun? Und warum? Es schreibt der Geschäftsführer der Landesgartenschau Bad Lippspringe 2017. Er hat FrauvonWelts “Internet-Blog” gelesen und ihre Beiträge Wald der Kindheit (1) und Wald der Kindheit (2). Das allein würde ihn aber ganz sicher nicht dazu bewegen, unsere FrauvonWelt zu einem persönlichen Gespräch einzuladen. Viel wahrscheinlicher hat er die vielen kritischen Stimmen auf der Facebook-Seite der Landesgartenschau, in dem “Du lebst schon lange in Bad Lippspringe”-Forum oder auf anderen Facebook-Profilen gelesen.

Viel Wut und Empörung und Bestürzung machte sich dort Luft. Viel zu sinnlos erscheint den Bad Lippspringer Bürgern die weiträumige Abholzung des geliebten Kurwaldes. Hier geht es nicht nur um ein paar Bäume, hier geht es um das Herzstück einer kleinen Kurstadt. Und weil die Bad Lippspringer ihren Kurwald nun einmal lieben, so, wie sie ihn seit Kindertagen kennen, ist jeder gefällte Baum ein Stich in das Herz der Bad Lippspringer. War man sich dessen bewusst, als man den Plänen des Berliner Landschaftsarchitekturbüros sinai zustimmte, das Zentrum des Landesgartenschaugeländes in den Kurwald zu verlegen? Hübsch isser, der Plan. Berlin hat wirklich kreative Köpfe. Aber ausgerechnet der Kurwald?

Man war sich der Reaktionen offenbar nicht bewusst. Ganz sicher war man sich nicht bewusst, was man tat, als man eine Facebook-Seite für die Landesgartenschau einrichtete. Facebook ist mehr als ein bisschen PR, als ein bloßer Verbreitungskanal für eh schon verfasste Webseiten-Artikel. Klar, kann man machen. Machen andere ja auch. Nennt sich Zeit- und Resourcenverschwendung. Dümpelt dann auch schön träge vor sich hin bis zu dem Tag, an dem kritische Stimmen laut werden. Natürlich kann man auf seiner Seite die “Beiträge anderer” gar nicht zulassen oder so verstecken, dass sie zunächst einmal nicht sichtbar sind. Klar, kann man machen. Machen andere ja auch. Kritik ignorieren. Aussitzen. Andere schalten dann auch irgendwann ihre Seite ganz ab, weil sie der kritischen Stimmen nicht mehr Herr werden. Dabei könnte alles so einfach sein. Man müsste nur miteinander reden. Auf Facebook.

Man kann natürlich auch einen Brief an die sogenannten Opinionleader im Web (FrauvonWelt ist nicht die einzige, die einen solchen erhalten hat) schicken. Schließlich gibt es ja das teure Briefpapier mit dem schönen Logo der Wuppertaler Agentur. Krisenmanagementtechnisch ist das sehr gut gedacht. Schnapp ich mir die Meinungsführer und alles wird gut. Auch auf Facebook. Bleibt spannend, ob die Rechnung aufgeht.

FrauvonWelt legt den Brief an die Seite und weiß: Natürlich wird alles gut. Nur der Kurwald, der wird kein Wald der Kindheit mehr sein.

Weitere Berichte:
Wald der Kindheit (1)
Wald der Kindheit (2)

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FrauvonWelt jetzt mit Zweitwohnsitz

FrauvonWelt hat jetzt einen Zweitwohnsitz. Mitten im Leben. Besuchszeiten täglich 24 Stunden. Kaffee und Himbeereis stündlich. Bitte klingeln Sie hier:

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