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FrauvonWelt, die alte Handwerkerin, hat eine Tür eingebaut. Supermodell, formschön und leicht zu kleben. Nun fehlt die Treppe:

Woher nehmen, wenn nicht klauen? Mitmachen bei Herrn Winkelsens Baumarktgutscheinverlosungsaktion. Ich fürchte allerdings, eine Treppe für 100 Euro reicht nicht ganz bis auf den Boden. Wäre aber immerhin ein Anfang.
Ich stehe übrigens hinter der Tür, falls jemand sich beschwert, dass ich da nicht mit drauf bin.
Wenn der Herr Winkelsen mit Aussichten aus seinem Hotelzimmer prahlt, dann kann die FrauvonWelt das auch. Es war schön in Oberhausen, keine Frage.

Hier der Blick auf den Oberhausener See wie er in der frühen Morgensonne glitzert.

Auch der Poolbereich in der großzügigen Außenanlage lädt zum erfrischen Bad ein. Liegestuhl und Cocktail stehen schon bereit.

Auch im atmosphärischen Wellnessbereich fällt Wohlfühlen und Entspannen nicht schwer.
Kurzum: FrauvonWelt war begeistert.
Ein großes Dankeschön an die anderen Badegäste: der.grob, Erdge Schoss, Maakster, Silenttiffy, mirjamari und dem immergrünen Vergrämer.
FrauvonWelt sitzt in ihrem rosa Plüschsessel und liest Don Quijote. Kaum findet sich in der literarischen Welt eine köstlichere Personenbeschreibung als zu Beginn dieses Werkes. Don Quijote, der über das Lesen von Ritterbüchern sein Leben vergisst, seinen Besitz verkauft, nur um Ritterbücher erwerben zu können, hinab taucht in die phantastischen Welten und schlussendlich ganz den Verstand verliert. So zieht er schließlich in die Welt hinaus, zu werden wie seine literarischen Helden.
Miguel de Cervantes Saavedra möge es FrauvonWelt verzeihen, dass sie wagte, ihn zu zitieren und ein paar Worte zu verändern. Gewiss ist dies ein höchst sträfliches Unterfangen, zuweilen bedarf es aber zur Verdeutlichung einer gewissen Sachlage auch gewisse Methoden. Es sei also entschuldigt.
Die Leserschar dieser Seiten möge es FrauvonWelt ebenfalls verzeihen, dass sie wagte, in den besagten Zeilen des Miquel de Cervantes die Worte “Junker” oder “Don Quijote” durch “Internetleser” zu ersetzen. So wird also der Internetleser durch das Lesen der vielen Internetseiten, dem Hinabtauchen in die digitalen Welten zum “Don Quijote der Neuzeit”, vergisst sein Leben und verliert schließlich den Verstand. Natürlich zieht er auch hinaus in die Welt, um zumindest seinen literarischen Helden einmal zu begegnen. Wer jetzt soweit gehen möchte, den JourFitz mit den Windmühlen gleichzusetzen, möge das bitte tun. Schön ist das Bild allemal. Der Weiterführung der literarischen Interpretation sei hier Tür und Tor geöffnet.
Rosinante möge es FrauvonWelt ebenfalls verzeihen, dass sie zu einem Monstertruck umfunktioniert wurde. Gewiss ist das das am wenigsten Verzeihlichste. Es kann nur mit einem fortgeschrittenen Stadium der Hirnerweichung erklärt werden.
So reiten wir also hinaus in die Welt: 15. Mai, 20 Uhr, Theater Oberhausen, Monstertrucklesung
Was FrauvonWelt eigentlich sagen wollte: Zu Cervantes Zeiten waren gelehrte Menschen der Meinung, Ritterbücher vernebeln den Verstand. Zu FrauvonWelts Zeiten sind gelehrte Menschen der Meinung, Internet macht doof. So sei es!
Mit Maultier und Plüschsessel im Hänger wird FrauvonWelt sich am 15. Mai auf nach Oberhausen machen. Zuvor wird die hiesige Turnhalle um ein Sprungbrett erleichtert, welches ebenfalls mit in die Ruhrmetropole gekarrt wird. Das wird FrauvonWelt brauchen, um Herrn Mongo so zu begrüßen, wie es ihm gebührt: mit Anlauf und Karamba.
“Man muss nun wissen, dass dieser obbesagte Herr Mongo alle Stunden, wo er müßig war – und es waren dies die meisten des Jahres –, sich, dem Lesen von Internetseiten hingab, mit so viel Neigung und Vergnügen, dass er fast ganz und gar die Übung der Jagd und selbst die Verwaltung seines Vermögens vergaß; und so weit ging darin seine Wissbegierde und törichte Leidenschaft, dass er viele Morgen Ackerfeld verkaufte, um Internetseiten zum Lesen anzuschaffen; und so brachte er so viele ins Haus, als er ihrer nur bekommen konnte.
…
Schließlich versenkte er sich so tief in seine Internetseiten, dass ihm die Nächte vom Zwielicht bis zum Zwielicht und die Tage von der Dämmerung bis zur Dämmerung über dem Lesen hingingen; und so, vom wenigen Schlafen und vom vielen Lesen, trocknete ihm das Hirn so aus, dass er zuletzt den Verstand verlor. Die Phantasie füllte sich ihm mit allem an, was er im Internet las, so mit Verzauberungen wie mit Kämpfen, Waffengängen, Herausforderungen, Wunden, süßem Gekose, Liebschaften, Seestürmen und unmöglichen Narreteien. Und so fest setzte es sich ihm in den Kopf, jener Wust hirnverrückter Erdichtungen, die er las, sei volle Wahrheit, dass es für ihn keine zweifellosere Geschichte auf Erden gab.
…
Zuletzt, da es mit seinem Verstand völlig zu Ende gegangen, verfiel er auf den seltsamsten Gedanken, auf den jemals in der Welt ein Narr verfallen; nämlich es deuchte ihm angemessen und notwendig, sowohl zur Mehrung seiner Ehre als auch zum Dienste des Gemeinwesens, sich zum fahrenden Trucker zu machen und durch die ganze Welt zu ziehen, um Abenteuer zu suchen und all das zu üben, was er im Internet gelesen hatte.
…
Und das erste, was er vornahm, war die Reinigung seines Monstertruckes, der seinen Urgroßeltern gehört hatte und der, von Rost angegriffen und mit Schimmel überzogen, seit langen Zeiten in einen Winkel hingeworfen und vergessen waren. Er reinigte ihn und machte ihn zurecht, so gut er nur immer konnte.

Und er saß auf und sagte: Glücklich das Zeitalter und glücklich das Jahrhundert, wo dereinst ans Licht treten die ruhmvollen Taten mein, würdig, in Erz gegraben, in Marmor gemeißelt, auf Tafeln gemalt zu werden zum Angedenken in aller Zukunft! O du weiser Zauberer, wer auch immer du seiest, dem es zuteil werden soll, der Chronist dieser merkwürdigen Geschichte zu sein, ich bitte dich, meines guten Monstertruckes nicht zu vergessen, meines ewigen Gefährten auf all meinen Wegen und Bahnen.
An diese Ungereimtheiten reihte er noch vielfach andre an, alle in der Art jener, die seine Internetseiten ihn gelehrt, indem er ihre Sprache, soviel es ihm möglich war, nachahmte; und dabei ratterte er so langsam fürbaß, und die Sonne stieg so eilig und mit solcher Glut herauf, dass es hingereicht hätte, ihm das Hirn breiweich zu schmelzen, wenn er welches gehabt hätte.”
2010 ist gerettet. Wunderbar, wunderbar. FrauvonWelt ist ganz aus dem Häuschen. Naja fast, draußen ist es dann doch ein bisschen zu ungemütlich. Jetzt hat FrauvonWelt einen Schutzengel, einen schokoladigen.

Die sagenhafte Lady Podruga, ihres Zeichens beste Mutter der Nation, Versorgerin von “erstgeborener” und “frau lotte”, hat sich gedacht, die arme FrauvonWelt sitzt da nun in der zweitspannendsten Gemeinde der Republik und zerknüllt mehrfach am Tag ihr leeres Schokoladenpapier, zitternd und bleich weil der Nachschub ausbleibt. Und, wie es guter Mütter Sitte ist, ist sie zur Tat geschritten und hat flott ein Schokoladenpaket geschnürt. Herzlichen Dank, liebe Lady Podruga. Der Himmel über Berlin strahlt heute nur für Sie - und ich auch.
… und FrauvonWelt geht mit. Zusammen mit seiner Combo, les 3roberts, ruft Viktor Vaudeville zu einer Spendenaktion zugunsten des Kinder-Hospiz Sternenbrücke in Hamburg auf. Das hilft Kindern und Jugendlichen mit begrenzter Lebenserwartung, ein würdevolles Leben bis zu ihrem Tod führen zu können.
Jede Spende tut Gutes. Das Geld kommt zu 100 % dem Kinder-Hospiz zu. Dafür sorgt die anerkannte Spendenplattform betterplace, die das Projekt “Ein Lied geht um die Welt” unterstützt. Jeder Spender kann sich als kleines Dankeschön, eines der schönsten Chansons von Viktor Vaudeville abholen: “Dich”. Und “Dich” gibt es nicht nur in einer, sondern in vielen Versionen. Reinhören kann man HIER. Spenden auch.










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