Monthly Archive for September, 2008

Weinprobentischdecke

Bei den Weinproben im Salon der FrauvonWelt liegt immer ein und dieselbe Tischdecke auf dem Tisch. Die Flecken darauf erzählen Geschichten. Unvergessen die erste Weinprobe als MC Bouchon und Erdge Schoss es sich nicht nehmen ließen, alle Flaschen bis auf den letzten Tropfen zu leeren. Nicht weniger spektakulär die Weinprobe, als MC Bouchon, die Flaschen im Gepäck, erst eine halbe Stunde nach den Gästen einrollte. Auch musste FrauvonWelt nach einer Probe den Eimer Wandfarbe aus dem Keller wuchten, weil die Spuckspechte die Näpfe nicht mehr getroffen hatten. Die Ereignisse reihen sich so hübsch aneinander wie die Flecken auf der Tischdecke.
Gut gelaunt waren die Gäste immer, die meisten fanden auch noch den Weg nach Hause. Ob allerdings Gast C. vom gestrigen Abend inzwischen zu Hause ist, darf zurecht bezweifelt werden. So granatenvoll hat noch keiner den Salon verlassen.
Immer wieder auch schöne Überraschungen. Gestern stand plötzlich Herr von Hahn im Türrahmen. Blumen in der einen, Champagner in der anderen Hand. Hallo FrauvonWelt. Hallo Herr Hahn. Das Menü für die nächste Zusammenkunft haben wir quasi schon zusammen gestellt.

Die Tischdecke? Die hatte heute Nacht eine ganz besondere Aufgabe und ist wieder um ein paar Geschichten reicher:

love your blog

Tilla Pe hat mir ein Herzchen rüber geworfen. Das freut mich. Nun soll ich sieben Blogs auswählen und ebenfalls Herzen verteilen. Sieben also. Sieben? Es ist ja weithin bekannt, dass FrauvonWelt nicht rechnen kann, zählen auch nicht.

500beine : Beim Lesen seiner Texte krieg ich immer Durst auf ein Bier und das Leben.

Anna :-) : Leider hat sie aufgehört zu bloggen. Aber unsere Ferraritouren sind legendär.

Chef Oliver: Wenn ich mal Kinder habe, werde ich nur bei ihm einkaufen.

Die Olsenbande: Ich liebe diese Fellgurken.

Elsa Seefahrt: Auch Frau Seefahrt macht Pause. Ein bisschen lange, würd ich meinen.

Erdge Schoss: Macht nie Pause. Es sei denn, ewig lockt das Weib.

Frau Rosine: Besuche ich viel zu selten. Dabei macht sie wirklich nette Sachen.

Frau Vivaldi: Achterbahn der Gefühle, aber irgendwie findet sie immer die Sonne am Himmel.

Grosseweltblog: Herr Kaal macht bemerkenswert hübsche Kreuzchen. Die meisten davon verstehe ich sogar.

Herr Anwalt: Liegt immer total daneben mit seinen Vermutungen, gibt aber trotzdem nie auf.

Herrn Graubrot: Diesem netten Menschen, der erst von ganz weit weg und jetzt fertig studiert hat, begegne ich fast nur noch twitternd.

Herr Maak: Der freundliche Mensch mit der ewig langen Blogroll. Gerade jetzt beneide ich ihn nicht darum.

Herr Schmidt: Der Junge mit den schwarzen Chucks, der mir mal ein Bett nach Nürnberg tragen wollte und mich dann doch auf der Straße hat schlafen lassen.

Herr Sofastar: Gemütlicher Mensch wie ich, der bequeme Sitzgelegenheiten braucht.

Herr Taubenvergrämer: Der Mann meiner Träume und schuld an den Tränen, die meine Tastatur überschwemmen. Kann sich schlagartig in ein Sofa verwandeln und hat mich so dazu gebracht, dass ich mich auf ihn lege.

Ich hör auf zu bloggen…: Hier träumt Herr Pulsiv einen schönen Traum.

Johanna sez: Tiermedizinerin mit Starkstrom im Hirn und Herzblut in den Tanzbeinen.

Johnny H.: Er war einer der ersten, die mich in der Blogwelt entdeckten. Soll noch mal jemand behaupten, die Spreeblicker hätten nicht die Finger am Puls der Zeit.

Kleiner Mops:Weder klein, noch mopsig, eher flink und Fuchs.

Herr KonFerenz: Wunderbarer Mensch mit wunderbarer Musik und der bezauberndsten Gattin der Welt.

Kopfschüttler: Wenn ich nur wüsste, aus welchem Säcklein er die ganzen Geschichtlein schüttelt, ich tät mir ein paar klauen.

Lady M.: Oha, Lady Mysterious. Wo ist sie nur geblieben mit ihren Geschichten, ihren Liebhabern, ihrer Musik?

Lady Mulan: Leider, leider viel zu leise. Kann aber immerhin Steaks vom Himmel regnen lassen.

Lady Wombat: Blondine mit “geilen Beinen” und endlos vielen Schuhen. Rückt immer an, wenn man sie braucht. Hat meistens auch ein Fläschlein Schampus dabei.

Luna in flagranti: Lady Luna ist oft so weit weg wie der Mond, aber dann ganz plötzlich trifft sie mitten ins Herz.

Mademoiselle Graphin: Feinste Sudelbuchschreiberin, die sich leider gerade auch etwas rar macht.

Mathias C.: Erzählt sein Leben, wie es unbedingt gewesen sein muss. Sex in allen Lebenslagen, immer begleitet von einem kühlen Schaumgetränk und leisem Ostseegeplätscher.

Michael K. Trout: Macht so wunderbar nackische Bilder und hat zudem noch ganz brillante Projektideen mit noch mehr nackischen Bildern. Hut ab.

Murmeltier Phil: Meister Phil ist da wo der Schuh drückt und kann sich auch stundenlang in illustrer Runde über Klospülungen unterhalten.

neubaublog: Hier werden Häuser gebaut, die andernorts nicht mal gedacht werden würden. Außerdem werden hier Fotoaktionen ins Leben gerufen, bei denen manch eine kalte Füße kriegt.

Ole: In wirre Welten möchte man mit ihm fliehen, um seine Köstlichkeiten aus Absurdistan voll und ganz genießen zu können.

Herr Scheibster: Der Raketengott. Stammgast in meinem Salon, Zeichentalent dazu. Dichter sowieso. Andere Götter kann ich mir nicht leisten.

Herr Schneck: Er war der Vater meiner Susis Kind, er war der Mann mit dem ich den Lesesessel teilte, er ist der Lehrer, der mich durchs Marsabitur brachte. Er ist ein Künstler, so oder so.

Sprachfetzen: Und ich habe immer gedacht, ich könne Englisch. Jetzt weiß ich, dass ich es nicht kann und fange an zu lernen.

Herr Stockfisch: Schiff ahoi im Steakblog. Nie wurde ein Spanferkel so lecker fotografiert.

Taxi Paderborn: Hier bin ich geboren. Er fährt durch meine Straßen, durch meine Vergangenheit. Seine Geschichten sind mir auf eine seltsame Art vertraut.

Tilla Pe: Ja, die wunderbare Tilla Pe. Sie war die Erste und Einzige, die meine rosa Plüschsocken fotografieren durfte/konnte. Und sie hat sie fotografiert wie keine Zweite.

Tod eines zu Mittag speisenden: Der.Grob kann Witze erzählen, lustige Geschichten dazu. Irgendwie macht er das immer gleichzeitig. Live hab ich ihn lesen hören, das war so lustig, dass ich Tränen lachte. Er hat auch einen Zwerghamster und noch was mit Ohren, das sag ich jetzt nicht.

Wilde Orchidee: Mit ihren roten Schuhen stahl sie mir die Show. Als Entschädigung langten die zehn Tafeln Ragusa so gerade.

Meine Blogroll. Dort stehen sie natürlich drin, meine lieben Sieben. Auswählen hätte ich nicht wollen. Alle haben sie auf die eine oder andere Art das Herzchen verdient, manch einer sogar zwei.

So war das also

FrauvonWelt wühlt im Archiv. Sie sucht Spuren. Heiße. Rosafarbene auch. Nach und nach fallen ihr Dokumente in die Hände, die das Gewesene eindeutig festhalten. Demnach hatte FrauvonWelt Angst vor dem Urknall. Was für ein Quatsch. Also flüchtete sie in Zappadong-Haus, dort in den mit Schokolade gefüllten Panikraum. Das Personal im Zappadong-Haus war überaus zuvorkommend und hilfsbereit. Man brachte FrauvonWelt tatsächlich in die Lage einen Eimerlift zu erfinden. Das stelle man sich mal vor. Mit diesem Eimerlift durfte FrauvonWelt sich selbst in den 33. Stock des Zappadong-Hauses ziehen, um dort oben Tanzübungen zu vollführen. Am Abend Besuch von Lady Wombat. Es gab Schoki und Schampus. Am nächsten Tag dann der Auszug. FrauvonWelt kehrte zurück. Die 64 Umzugswagen ließ sie zwecks Versteigerung vorm Zappadong-Haus stehen, dort stehen sie heute noch. Ihren Plüschsessel ließ sie vorerst im Panikraum. Mr. Doorman, der Türsteher des Zappadong-Hauses, bot an, ihn persönlich vorbei zu bringen. Tja, nachdem FrauvonWelt zwischenzeitlich sogar kurz zu Tode kam, wartet sie noch heute auf die Ankunft ihres rosa Plüschsessels.
Mr. Doorman hatte pünktlich das Zappadong-Haus mit seinem Helikopter verlassen. Sein Weg führte ihn jedoch nicht zur FrauvonWelt, sondern zu Lady Wombat. Was dann geschah liegt im Nebel. Lady Wombat beschreibt es mit dem Wort “Lusche”, Mr. Doorman ist seitdem traumatisiert. Auch der Plüschsessel hat das Weite gesucht. Er wurde mehrfach an der Schweizer Grenze gesichtet. Zuletzt in Begleitung eines weißen Sofas. Und mit genau diesem stadtbekannten Gigolosofa stand der Plüschsessel heute Morgen vor FrauvonWelts Tür.
“Was willst du denn mit so einem?”, begrüßte sie das geliebte Stück.
Mit den Worten: “Der wohnt jetzt bei uns, oder ich ziehe aus.”, verschaffte sich der vorlaute Sessel Zugang zur frisch renovierten Wohnung und stellte sich wieder in die Küche. Das olle Sofa hinter her.
“Moooooooment! Ich will kein Sofa in der Küche. Raus hier!” FrauvonWelt war leicht erregt.
“Mir doch egal.”, brummte das Sofa und kuschelte sich ans rosa Plüsch.
“Komm, wir gehen!”
Wenige Sekunden später rumpelten die beiden übers Parkett und verschwanden in einem der 35 noch unbewohnten Zimmer im FrauvonWelt-Palast.

Rosa Faden

FrauvonWelt steht in Ihrer Küche und würde sich gerne in ihren rosa Plüschsessel setzen, aber der ist nicht da. Wo zum Kuckuck ist denn der hängen geblieben? Nebelschwaden der Erinnerung wabern durch das Hirn der FrauvonWelt. Zappadong, Panikraum, Mr. Doorman, Lady wombat, Frau Diva, die Schweiz und Unmengen Schokolade - da gab es eine Geschichte. FrauvonWelt hat jedoch in der Turbulenz der letzten Tagen den rosa Faden verloren. Den Plüschsessel dazu. Also zieht sie jetzt ihre Plüschsesselsuchpuschen

an und macht sich auf die Socken. Wer meint, Auskunft geben zu können über den Verbleib des rosa Plüschsessels, sollte das bitte tun.

Liza da Costa und Tilmann Höhn zu Gast bei FrauvonWelt

Voll besetztes Haus, sanft flackerndes Kerzenlicht, stetig steigende Temperaturen. Alles wartete auf die Stars des Abends, doch FrauvonWelt


hörte nicht auf zu erzählen, von ihrem Wohnzimmer, in dem ja nun alle selber saßen, von ihren Musikkenntnissen, die es nicht gibt, von ihrem Akkordeon, das niemanden interessierte, von der Weinprobe, die erst nächste Woche stattfindet, von den Zuschauern, denen das alles ganz egal war - sie wollten nur eine: Liza. Doch erst kam Tilmann.


Aber bei dem, was dieser Gitarrenkünstler an seinem Instrument zauberte, ist so manch einem die Kinnlade hinunter gefallen. Die Kinnlade dürfte auch unten geblieben sein, als diese Frau die Bühne betrat.


Liza da Costa brauchte nur Sekunden, um den kleinen, feinen Salon der FrauvonWelt in eine brasilianische Bossa-Lounge zu verwandeln.

Drei Stunden boten die beiden dem begeisterten Auditorium ein musikalisches Feuerwerk der Emotionen und Leidenschaften. Dass hier nur eine halbe Band auf der Bühne gestanden habe, wird niemand behaupten können, so perfekt hat dieses Duo den Raum erfüllt.

So ergab dann auch das Stimmensammeln am Ende des Konzertes ein eindeutiges Bild: “Die Frau ist einfach klasse.” “Es war mal wieder super.” “Was der Mann da mit der Gitarre macht, ist unglaublich.” “Sehr, sehr schön.” “Spitze.” “Ganz toll.” “Das nächste Mal bitte an einem Samstag.” “Unglaubliche Stimmung, ganz tolle Location.”
Auch Liza und Tilmann waren sich einig: Das hat richtig Spaß gemacht.

Und FrauvonWelt? Die übt jetzt das Girl von Ipanema auf dem Akkordeon.

Leiche auf Dach gefunden

In den frühen Morgenstunden fanden mehrere Spatzen eine Frauenleiche auf dem Dach eines Wiesbadener Vorzeigepalastes. Die junge Frau ist ersten Untersuchungen zu Folge erfroren. Die genaue Todesursache werden wir in Laufe des Tages klären, so ein Sprecher. Derweil wissen aufgeregte Nachbarn wie immer sehr genau, warum die Frau gestorben ist. Männer, behaupten die einen, eine Frau, behaupten andere. Die Spatzen, die die Leiche gefunden hatten, wurden von der Polizei in Gewahrsam genommen, da sie all zu laut die Nachricht verbreiteten.

Sachdienliche Kommentare zum Tod der Frau auf dem Dach nimmt jede Polizeidienststelle entgegen.

Der Plüschsessel kommt heim!

Mr. Doorman wird ihn persönlich bringen. Vorausgesetzt Lady Wombat mit ihren “geilen Beinen” (O-Ton Mr. Doorman) ist anwesend. Mr. Doorman wird in genau 30 Sekunden auf FrauvonWelts Privathelikopterlandeplatz landen. Schaulustige sind herzlich willkommen. Kein Gedränge am Eimerlift bitte. Mr. Doorman, Sie passen bitte auf, da dass Sie den neuen Swimming-Pool nicht mit der Landefläche verwechseln.

Lady Wombat, kommen Sie mal bei und bringen Sie Ihre geilen Beinchen mit, sonst krieg ich meinen Plüschsessel nicht wieder.

Im Hause Zappadong wird zudem gerade abgestimmt, was mit den 63 Umzugswagen der FrauvonWelt geschehen soll. FrauvonWelt hat ganz klar für Herbert gestimmt. Herbert soll alles haben. Alles? FrauvonWelt denkt kurz darüber nach, was sich alles in den Wägen befindet und ihr fallen prompt einige heikle Dinge ein, die Herbert vielleicht besser doch nicht in die Finger bekommen sollte. Egal, wenn’s ihm schmeckt, soll er alles haben.