Monthly Archive for November, 2009

Auf vielfachen Wunsch…

… schreibe ich jetzt ein Buch.


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Ein Lied geht um die Welt


… und FrauvonWelt geht mit. Zusammen mit seiner Combo, les 3roberts, ruft Viktor Vaudeville zu einer Spendenaktion zugunsten des Kinder-Hospiz Sternenbrücke in Hamburg auf. Das hilft Kindern und Jugendlichen mit begrenzter Lebenserwartung, ein würdevolles Leben bis zu ihrem Tod führen zu können.

Jede Spende tut Gutes. Das Geld kommt zu 100 % dem Kinder-Hospiz zu. Dafür sorgt die anerkannte Spendenplattform betterplace, die das Projekt “Ein Lied geht um die Welt” unterstützt. Jeder Spender kann sich als kleines Dankeschön, eines der schönsten Chansons von Viktor Vaudeville abholen: “Dich”. Und “Dich” gibt es nicht nur in einer, sondern in vielen Versionen. Reinhören kann man HIER. Spenden auch.

Ahoi…

Ein paar Nullen mehr bitte

FrauvonWelt sitzt in ihrem rosa Plüschsessel und schmunzelt. Sie hat mal wieder Post bekommen. Eine dieser netten Agenturen, die nette Blogger für nette Aktionen suchen. Diesmal wurde FrauvonWelt nicht geduzt, aber mit falschem Namen angesprochen. Der Fotohinweis unter ihrem Avatarbildchen sorgte schon öfter für Verwirrung. FrauvonWelt hat trotzdem geantwortet.
Gesucht wurde diesmal ein Powershopper. Rund um die Welt soll es gehen, für alles soll gesorgt sein und 15.000 Euro dürfe man beim Aufspüren neuer Trends vershoppen.

Hallo Herr xxx,

besten Dank für Ihre E-Mail. Leider sagt mir das Jobprofil nicht ganz zu. Wenn ich rund um die Welt powershoppe, dann reichen 15.000 Euro bei weitem nicht aus. Da müssten Sie schon noch ein paar Nullen dranhängen. FrauvonWelt halt.
Außerdem heiße ich nicht Frau Malkmus. Das ist nur der Fotografenhinweis unter meinem Foto. Ich kann aber Frau Malkmus gerne fragen, ob Sie Lust auf Ihren Powershopper-Job hat. Weiß aber, dass Sie Nein sagen wird.
Also Herr xxx, suchen Sie weiter, seien Sie erfolgreich. Ich bin es auch.

Herzlich
Ihre FrauvonWelt

Nun, allein damit ist aber FrauvonWelts Schmunzeln noch nicht erklärt. Sie denkt da nämlich gerade etwas. Sie kennt da nämlich jemanden, den man ruhig mal um die Welt schicken könnte. Sie kennt da jemanden, der ist dafür geboren, diesen Job zu machen. Bisher ist er kaum aus Klein-Mettner heraus gekommen, nur einmal trieb es ihn im Taxi nach Venedig. Noch heute sucht er den Rückweg, obwohl er längst wieder in Klein-Mettner gelandet ist. FrauvonWelt sieht ihn schon vor sich, wie er in den Metropolen dieser Welt die Geschäfte durchforstet.
Da steht er im grauen Trenchcoat, die Tür zum Secondhand-Shop in der 2nd Avenue in New York sieht nicht besonders einladend aus. Seine Hand liegt schon auf den Klinke, da muss er plötzlich an zu Hause denken, an Klein-Mettner, die Schwattmanns und seinen Wohnwagen. Wie schön wäre es, jetzt dort zu sein, von niemandem wahrgenommen und ganz allein auf der Welt. Nun aber schaut das ganze Universum auf ihn. Wird er hinter dieser staubigen Tür einen Trend entdecken? Wir er der Welt sagen können, wo ihr Glück liegt. Er wird. Seine Hand drückt die Klinke runter. Verzweiflung macht sich in ihm breit. Seine Hand tut wieder mal Dinge, die sie nicht tun soll. Wie jeden Morgen.
Das Innere des Ladens verschlingt das Hell seines Trenchcoats, Dunkelheit herrscht. Ein leises Atmen fliegt durch den Raum, landet auf seinen Schultern und verebbt. Totenstille.
MC WINKEL, MACH DAS LICHT AN, DU SACK, ICH WEISS GENAU, DASS DU DAS BIST.”
Sofort erhellen tausend Flutlichter den Spiegelsaal.
“Woher hast du gewusst, alter Vergrämer?”

Ja, woher hat der Vergrämer gewusst, wer in diesem Laden zu Hause ist?

Draußen vor der Tür… (5)

… marschiert gerade keine Kuh vorbei, denn die ist, ich gelobe es, im Stall.

Es ist Herbst. Die Zeit für Frohsinn und falsche Gelübde.