Tag Archive for 'Der.Grob'

Berlin, Berlin, da fahren wir hin (2)

FrauvonWelt zupft vor lauter Hibbeligkeit die Fusseln von ihrem rosa Plüschsessel. Berlin, meine Güte. Sie fährt wirklich nach Brlnirn. Spricht sie und stürzt aus dem Fenster.

Auf dem Bordstein gelandet, rappelt sie sich wieder auf und läuft einmal links einmal rechts hüpfend die Straße hoch und runter. Dabei singt sie seltsame Laute, knutscht alle Passanten, die um diese Uhrzeit Gott sei dank noch rar sind, ab und drückt ihnen ein wunderbares Plakat in die Hand: “Hier, nehmen Sie das und hängen Sie es auf, wo immer Platz ist. Wo kein Platz ist, schaffen Sie welchen. Das Ereignis des Jahrhunderts steht bevor, die 6 Herrengedecke und mein Plüschsessel rollen nach Berlin.”

Plakat mitnehmen ist unbedingt erwünscht, erlaubt, gestattet, quasi ein Befehl. Plakatiert das ganze verdammte Web damit! Und wehe ich erwische noch einen Blog, wo das nicht hängt, den schmeiß ich aus meiner Blogroll. Fühlt Euch geknutscht!

Ich küss Dich jetzt

Was vom Urlaub übrig bleibt ist in der Regel ein Berg dreckiger Wäsche. So auch bei FrauvonWelt. Aber vom ewigen Dranvorbeigehen wird das Zeug nicht sauber, also schafft sie sich todesmutig in den Keller und betrachtet erst einmal das Elend. “Na, dann mal ran”, denkt sie sich und fängt an zu sortieren.

Wie dreckig so ein Handtuch am Strand werden kann, offenbart sich erst im Neonlicht der heimischen Waschküche. Von der weißen Hose weiß auch nur noch FrauvonWelt, dass es eine solche ist, der Betrachter würde eher auf schlammfarben tippen. Doch so ein Berg Dreckwäsche kann tatsächlich noch mehr Überraschungen bereit halten als dreckige Wäsche. Gerade als FrauvonWelt ihr grünschimmerndes Strandkleid aus dem Gewühl fischt, springt ihr etwas anderes Grünes entgegen. “Was war denn das?”, fragt sich unsere tapfere FrauvonWelt, nachdem sie mit ihrem Aufschrei die gesamte Nachbarschaft in Alarmbereitschaft gesetzt hat. Ein kleiner Frosch sitzt ängstlich zitternd auf der schlammfarbenen Hose und weiß nicht wohin. Daneben steht ängstlich zitternd unsere FrauvonWelt und weiß nicht, was tun. Wo bleiben nur die Nachbarn? Vielleicht noch einmal schreien? Doch bevor FrauvonWelt zum erneuten Schrei ansetzt, erblickt sie ein Glas im Regal und schwuppdistülp ist der portugiesische Prinz gefangen. Nun ist FrauvonWelt nicht wirklich versiert im Umgang mit Fröschen, weiß aber immerhin, dass deren bevorzugte Wohngegend weder aus Dreckwäsche noch Einmachglas besteht. Was also liegt näher als der alte Plastikkasten auf der Kellertreppe? Nichts. FrauvonWelt schaufelt Erde hinein, baut mit einem Untersetzer einen Tümpel, legt noch einen Stein hinzu und findet die neue Froschheimat richtig hübsch. Platsch - und das Fröschlein landet im neuen Nass.

Aber was hat sie sich da wirklich eingefangen? FrauvonWelt ist unsicher, ob sie einen Kuss wagen soll. Vielleicht steckt hinter all dem doch nur wieder der Taubenvergrämer, der ja, um das zu kriegen, was er gar nicht will, sich sogar in ein Sofa verwandeln kann. Warum also nicht auch mal in einen portugiesischen Frosch?
Der Hautfarbe nach zu urteilen, könnte es sich auch um MC Winkel handeln, den zu küssen zwar einem Märchen gleich käme, aber wer glaubt schon an Märchen?
Haarpracht und Cäppi zufolge kann hinter dem Grünvieh nur Viktor Vaudeville stecken, allerdings spricht die Stimme des Tieres eindeutig dagegen.
Bleibt nur der Herr Grob, der wäre allerdings nicht so blöde, sich in einen Frosch verwandeln zu lassen. Allein schon deshalb, weil ihm sein Freund Simon garantiert zuvor kommen würde.

Ratlos ist FrauvonWelt. Wer bist Du wirklich, Du Frosch?

Was sonst noch geschah…

Die Ereignisse der beiden Tage und Nächte in Köln und Paderborn türmen sich zu einer gewaltigen Menge mordsmäßiger Gaudi. Der wunderbare Film des Herrn Winkelsen belegt es:

Aber allen Neugierigen kann ich nur raten: Seien Sie dabei, wenn wir das nächste Mal wieder durch nächtliche Straßen schlendern und Sie wissen wollen, was wirklich zwischen Viktor Vaudeville und Taubi geschah, warum in einer Paderborner Kneipe alle Bier bestellen, nur FrauvonWelt Krombacher, warum Herr Winkelsen jetzt weiß, warum man Frauen heiraten muss, warum nur einer der 3roberts anwesend war, und warum dieser so urplötzlich erblindete, warum der Kölner Türke von gegenüber das Essen so spät brachte und es alle überlebten, sogar das Kölner Publikum, warum Herr Winkelsens Gedächtnisverlust in Köln keine ernsthafteren Folgen hatte als gefühlte 64 Glockenschläge, wohin 500Beine so schnell verschwand, warum man uns in Köln unbedingt wieder haben will, warum die Geschichten des Herrn Grob allesamt autobiografisch sind und Hodenohren sogar ganz hübsch sein können, wer ins Sauerstoffzelt musste als MC Winkel “In the Ghetto” sang und was den Taubenvergrämer wirklich in seinem Hotelzimmer erwartete.


Sie wollen es doch auch!

Ne, wat is dat schön

Sie tun es tatsächlich wieder. Sie touren durch die Republik. Sie begeistern Millionen. Sie haben Viktor im Koffer. Sie sind heiß, sie sind gut, sie sind wieder da: 6 Herrengedecke und ein Sessel aus Plüsch.

16. Mai 2009, Raketenclub Köln, Beginn 19.30 Uhr, Eintritt 5 Euro
17. Mai 2009, Café Central Paderborn, Beginn 19.00 Uhr, Eintritt frei

Anwesenheitsabsichtsbekundungen können ab sofort hier abgegeben werden.

Weitere Ankündigungen:
Erdge Schoss: Nur der Himmel …live 2009
Herr Fitz: Taubenvergrämer und seine Oma auf Tournee
der.grob: live in köln und paderborn
MC Winkel: Lesung in Köln und Paderborn

Die Lesung “6 Herrengedecke und ein Sessel aus Plüsch”

Plötzlich waren Sie alle da. Das Haus voll, die Plätze belegt, die Stimmung großartig. FrauvonWelt tritt an, ein Buch in der Hand, ein Kloschild an der Tür. Herr Grob legt vor, das Publikum ab, der Salon wird heiß, Herr Grob immer besser, FrauvonWelt moderiert vom Blatt, der Taubenvergrämer nimmt Platz, das Publikum die Taschentücher, Tränen laufen, Herr Schoss in der Küche, ein Glucksen, ein Drucksen, ein herzhaftes Lachen, er kann sich nicht halten, die Pause bringt Rettung. “Das ist ja unglaublich.” “Was sind die gut.” “Das Buch muss ich haben.”
Pause vorbei, bereit geboren, MC auf dem Sessel, die Damenwelt schmachtet, alkoholfrei das Bier, wir könnens bezeugen, zur Not auch schwören, Etiketten schwindeln nicht, die Brille im Sakko, die gar keine ist, Einzelzimmer gebucht, die Misswahl gewonnen, lang wird die Nacht, MC Bouchon an der Theke, die schlechte Nachricht, Herr Schoss ist verhindert, kann nicht kommen, kann nicht lesen. Schock? Nein, grinsende Gesichter. Männer im Schrank, sie kommen heraus und machen Musik und rocken den Saal, der Frontmann heißt Viktor, Viktor Vaudeville.

Ein Abend wie keiner. Kainers Adam ist auch da. Er will uns buchen, das Annersberger Schniggelfest braucht uns, alle sollen wir kommen. Nicht weg gehen. Doch wir müssen nun aufhören. Es hat ein Ende. Die Lesung, das Fest, Ginsheim. Neue Welten rufen. FrauvonWelt wird Ginsheim verlassen. Es war die letzte Ginsheimer Bloglesung. Ein heimlicher Abschied. So geht sie ab, das Buch unterm Arm.

Dank an alle Anwesenden:

Tilla Pe mit Nein, diese Nase!
Michael K. Trout mit Alpenglühen in der Toskana
Michael K. Trout mit Leute heute - Trois Robert
Michael K. Trout mit Leute heute - MC Winkel
Michael K. Trout mit Leute heute - Der Taubenvergrämer
der.grob mit auf meiner brust, bitte
Finja mit Meet & Greet - Erkenntnis
Erdge Schoss mit 6 HERRENGEDECKE und ein Sessel aus Plüsch
Herr Olsen mit Plueschsessel, Herrengedecke und alkoholfreies Bier
Little Wombat mit Toskanische Eindrücke
Herr Kaal mit einem wunderbaren Foto
Herr Schneck mit nachgereicht
Yvonne mit ein samstach in kültür
Herr Stockfisch mit Wohnzimmerkultur
MC Winkel mit “6 Herrengedecke und ein Sessel aus Plüsch”, Lesung in Ginsheim - der Film
Murmeltier Phil mit Nachlese - Bloglesung Ginsheim am 15.11.2008

Der Film zum Buch von den Blogs

FrauvonWelt sitzt in ihrem rosa Plüschsessel und starrt auf die 6×6-Meter-Leinwand, die sie in ihre Küche montiert hat. Sie drückt das magische Knöpfchen und


“6 Herrengedecke und ein Sessel aus Plüsch” - Trailer

fällt vom Sessel. Zu Tränen gerührt krabbelt sie wieder hoch und schaut sich das noch mal an. Die Wirkung ist dieselbe. Das sind sie also, die sechs Herrengedecke, die sich auf ihren Sessel setzen wollen: 500Beine, der Taubenvergrämer, der.grob, Erdge Schoss, MC Winkel und Ole aus Absurdistan. Ein Buch haben sie auch dabei. Ein unglaubliches Buch. Am 15. November wird es in FrauvonWelts Salon in Ginsheim stapelweise präsentiert.

Wer noch keine Plätze reserviert hat, möge jetzt handeln. E-Mail an FrauvonWelt: post(ping)frauvonwelt(pong)com

Erscheinungstermin für das Buch ist der 10. November 2008. Bestellungen per E-Mail bitte HIER. Das Buch hat 320 Seiten, 7 Fotos, ganz viel Text und kostet 15 Euro (plus 2 Euro Versand).

FrauvonWelt bei Schoss und Grob

Der Samstag kann kommen. FrauvonWelt ist gekleidet. Und natürlich gespannt auf die Wortakrobaten, die ohne Netz und doppelten Boden luftigste Höhen erklimmen. Zum einen der schnuckelige Herr Schoss, von dem FrauvonWelt noch keine Lesung im Kurshaus verpasst hat und noch immer anschließend mit ihm ein Gläschen Wein…
Zum anderen der bis dato ungesehene Herr Grob, mit dem FrauvonWelt noch eine Rechnung offen hat. Als Vogel- und Eichhörnchenimitator muss er noch einen nackten Ast finden, auf dem er sich niederlassen kann, damit die sagenumwobene Tilla Pe einmal mehr ihre Kunst unter Beweis stellen kann.

schossgrob.jpg

Es verspricht also wieder mal ein spannendprickelnder Abend zu werden. Halb neun im Kurshaus zu Ginsheim. Mitten in der Toskana des Nordens.