Tag Archive for 'Herr Schmidt'

Herr Schmidt und Xenia

Schon wieder eine Identitätskrise bei Herrn Schmidt. Es steht zu befürchten, er ist gar nicht Herr Schmidt, sondern vielleicht Lady Sonnenseite. Ja, und was macht unser lieber Herr Schmidt? Gibt sich in zweifelhafte Psychologenhände und glaubt nun, er sei der grüne Dominic. Rettung ist geboten. FrauvonWelt zögert nicht lange, legt ratzfatz ihr Hobbypsychologinnen-Kostüm an und spurtet los:

Your evil

“Als verführerische Femme Fatale genießt du einen Weltruf und bist bekannt für deine ausgefallenen Mittel und Wege, deine Ziele durchzusetzen. Dafür stählst du deinen Körper, damit du ihn immer und überall so einsetzen kannst, dass es für den anderen möglichst unangenehm endet.”

Alles wird gut, Herr Schmidt.

Wie werde ich eine Lammkeule?

Er ging nicht an mir vorüber, dieser wundersame Fragebogen. Herr Schmidt hat die Fragen fein säuberlich für mich aufgeschrieben und ich habe sie nun fein säuberlich beantwortet:

Wann bist du heute aufgestanden?
Noch gar nicht.
Diamanten oder Perlen?
Diamanten zum Frühstück, die Perlen am Abend. Dazu bitte Champagner und rosa Rosen.
Was war der letzte Film, den du im Kino gesehen hast?
Ich gehe nicht ins Kino. Ich habe eine Popcorn-Allergie. Ich ertrage es nicht, wenn sich vor mich, hinter mich, neben mich Menschen mit mülleimergroßen Eimern voller genmanipulierten Zeuges pflanzen und das mit schmatzender Permanentatmung in sich rein würgen. Gäbe es ein popcornfreies Kino, ich würde wieder zum Kinogänger.
Was ist deine liebste Fernsehserie?
Ich habe keinen Fernseher, folglich auch keine liebste Fernsehserie, sonst hätte ich den Kasten ja nicht abgeschafft. Nichts da drin habe ich lieb. Ich war allerdings vor Abschaffung des TV-Gerätes regelmäßiger Verbotene Liebe und Marienhof-Gucker. Warum, will ich nicht wissen.
Was hast du normalerweise zum Frühstück?
Hunger, sonst würde ich doch nicht frühstücken.
Was ist dein zweiter Vorname?
Hab ich nicht.
Welches Essen magst du überhaupt nicht?
Schlecht zubereitetes.
Was ist deine momentane Lieblings-CD?
Gibt es gerade nicht. Höchstens eine DVD: Die Peanuts. Ich liebe Sätze wie: „Wenn man von jemandem Lammkeule genannt wird, und man genau weiß, dass man keine Lammkeule ist, dann ist das Sarkasmus.“ (Marcy) Solche Sätze sind Musik in meinen Ohren.
Aber sonst warte ich natürlich auf die neue CD von Liza.
Welches Auto fährst du?
Ferrari und Renault und Fahrrad.
Lieblings-Sandwich?
Ich esse nie Sandwiches. Bei gewissen Dingen bin ich kompromisslos.
Welchen Charakterzug lehnst du ab?
Alle, an die ich mich nicht anlehnen kann.
Dein Lieblingskleidungsstück?
Meine rosa Plüschsocken natürlich. Sonst nichts.
Wenn du irgendwo auf der Welt hinfliegen könntest?
Klein-Mettner
Lieblings-Kleidermarke?
Hab ich nicht. Und wenn, würde ich das hier nicht hin schreiben.
Wo willst du dich zur Ruhe setzen?
Ich will mich gar nicht zur Ruhe setzen. Frei nach dem Motto: Je oller desto doller.
An welchen Geburtstag erinnerst du dich?
An Hunderte.
Welchen Sport schaust du dir am liebsten an?
Da ich keinen Fernseher habe und die Zeiten, da mein Papi mich mit in die Fußballstadien dieser Welt schleppt, auch vorbei sind, sehe ich eigentlich nur den Sport, den ich selber mache, denn im Fitnessstudio sind überall Spiegel.
Weitester Ort, wo du das hier hinschickst?
In die Tiefen meiner Datenbank.
Wann ist dein Geburtstag?
22. Januar. Schon mal vormerken.
Bist du ein Morgenmensch oder Nachtmensch?
Morgens frage ich mich meistens, ob ich überhaupt Mensch bin, nachts frage ich mich das aber auch.
Was ist deine Schuhgröße?
37 meistens.
Haustiere?
Bitte nicht. Ich hatte früher mal ein Kaninchen, glaubte ich. Irgendwann wurde das Vieh so groß, dass ich glaubte, es sei ein Schaf. Mein Vater hat den Hasen geschlachtet. Er hat gut geschmeckt.
Irgendwas Neues, Aufregendes, das du uns unbedingt mitteilen musst?
Ja, ich wüsste gerne, wie das ist, wenn man eine Lammkeule ist.
Was wolltest du früher mal werden?
Reich und berühmt und schön. Eigentlich will ich das heute immer noch werden.
Wie geht’s dir heute?
Genau so, wie es mir immer geht, wenn ich total bescheuerte Fragebögen beantworte: spitze!
Was ist deine Lieblingsnascherei?
Himbeereis, Lakritz und Schokolade. Morgens, mittags, abends.
Auf welchen Tag in deinem Kalender freust du dich schon?
15. November
Was hörst du gerade?
http://blip.fm/vyvienn: Everyone’s A Winner – Hot Chocolate
Was hast du als letztes gegessen?
Cashews
Lieblingsgetränk?
Wasser, Champagner, Kaffee. Wenn ich in der westfälischen Heimat bin: Bier!
Lieblingsrestaurant?
Balthasars, Paderborn. Schmeckt aber nur mit Lieblingsbegleitung.
Echte Haarfarbe?
Dunkelbraun.
Was war als Kind dein Lieblingsspielzeug?
Puppe Nora, Pinsel und Farbe, Kuhaugen.
Kaffee oder Tee?
Kaffee bitte. Schwarz.
Was ist unter deinem Bett?
Schwarzer Mann.
Wovor hast du Angst?
Vorm schwarzen Mann.
Wie viele Schlüssel hast du an deinem Schlüsselbund?
Weiß ich nicht. Autoschlüssel, Haustür, Fahrrad, Briefkasten, Haustür meiner Eltern, Schaukasten. Ich weiß, es sind mehr, aber mir fällt jetzt nicht ein, welche.
Liebster Wochentag?
Gar keinen, ich mag es am liebsten, wenn die Woche rum ist.
Findest du schnell Freunde?
Nein, ich hab auch noch nie welche gesucht.
Hast du viele Freunde?
Nein. Aber ich vermisse keinen von denen, die ich nicht habe.

I’m the boss

Schluss mit traurig! Ich kann auch anders. Jetzt weht hier eine andere Musik. Happy hour right now. Alles hört auf mein Kommando. Bitte JETZT von einem Bein auf’s andere. Und das Lächeln nicht vergessen. Geht doch!

Spitze! Gleich noch mal!

Und noch was: Den Herrn Schmidt da nebenan, den muss man wählen. Ist zwar ziemlich kompliziert. Aber selbst ich habe es nun endlich geschafft, ihm seine verdienten zehn Punkte zukommen zu lassen. Also bitte: Nur da, wo zehn Punkte drauf stehen, sind auch zehn Punkte drin. Ach so, ja klar, wer Pumpernickel als Bestechungskleinod haben will, schickt mir bitte eine mail. Ich werd noch kriminell hier.

Märzzeit, Stöckchenzeit, Mordzeit.

Es ist März. Herr Schmidt schmeißt mit Stöckchen um sich. Aua. Stöckchen sind scheiße. Das sagen alle. Alle sagen, sie mögen die Dinger nicht, alle beantworten sie doch. Alle sind höflich. FrauvonWelt nicht. Muss sie nicht sein. Sie liebt Stöckchen. Her mit den Stöckchen der Welt! FrauvonWelt beantwortet alle. Aber nur heute. Morgen kann das alles schon wieder ganz anders aussehen, schließlich ist FrauvonWelt eine Frau. Herr Schmidt hat also Glück gehabt.

Das Stöckchen ist kompliziert. Fast zu kompliziert für FrauvonWelt. Zuerst muss ein Buch in der Nähe gefunden werden, dass mehr als 123 Seiten hat. Ein Buch! Hier sind Millionen. Und keines davon gelesen. Zumindest fühlt sich das so an. Warum nur? Das erste, das FrauvonWelt greift, endet auf Seite 69 mit den Worten: „Die Leichenstarre war schon eingetreten, als man ihn fand, im Mund die Feder, über die sein letzter Seufzer hingegangen war.“ Schön, aber leider zu früh gestorben. Wer auf Seite 69 stirbt, ist raus.

Nächstes Buch. 125 Seiten. Gut. Also Seite 123. Ersten fünf Sätze überspringen, nächsten drei Sätze aufschreiben: „Er erzählt weiter, die ganze Geschichte muss er ihr erzählen. Nicht nur die Mordnacht, nein, alles muss er loswerden. Wie ein reißender Strom bricht es aus ihm heraus.“

Und nu? Nun darf die werte Leserschaft raten: Wie heißt die Tote? Und womit hat er ihren Schädel gespalten?

Was gibt es zu gewinnen? Hm, Herr Schmidt verlost Kacheln aus seinem neuen Häuschen. Warum werde ich das Gefühl nicht los, er will mir damit etwas sagen? Ich habe keine Kacheln. Noch nicht. Herr Schmidt, lassen Sie die Dinger an den Wänden, sonst… (Es kann sein, dass ich Ihnen mit diesem Rätsel auch etwas sagen will.)

Nun gut, ich verlose Kommentare. Dem Gewinner drohen täglich fünf Kommentare aus meiner Feder. Wie lange? Neun Tage. Neun mal fünf Kommentare. Hier noch ein Tipp: Das Buch schrieb eine Autorin.

Ein Tänzer

Wir alle wissen es: Erst beim Tanzen spüren wir wahre Leidenschaft. Leidenschaft, die unter die Haut geht, ins Blut, ins Großhirn sogar. Laut muss sie sein und gut. Sehr gut. Die beste. Und da wird es schon eng mit der Auswahl. Wäre da nicht noch Wigald Musenacker, fiele die Wahl leicht. So aber.
FrauvonWelt entscheidet sich nach langen Sekunden dann doch für: WHAM! Yeah, yeah, und nun alle auf die Tanzfläche! Herr Schmidt macht vor, wie’s geht!

Herr Schmidt, tanzen Sie!