FrauvonWelt dreht durch. Keine Nacht kann sie mehr schlafen. Nur einer geistert noch durch ihre Hirnwindungen. Seit Tagen schon denkt sie nur noch an ihn. Dabei fing alles ganz langweilig an. Ein Möbelhaus. FrauvonWelt mal wieder auf der Suche nach sich selbst. Findet nichts und alles andere blöd. Den Eingang schon längst im Visier, noch einen Schlenker machend steht sie plötzlich da und vergisst schlagartig ihren Namen, ihre Herkunft und ihre Schuhgröße. Fieberströme rasen durch ihren Körper. Schweiß bricht aus. Bewegungsstarre übermannt sie. Da steht er. Unfassbar. FrauvonWelt rührt sich nicht von der Stelle aus Angst, er könne wieder verschwinden, er sei nur ein Traum, eine Sesselmorgana. Minuten vergehen, dann bewegt sie den kleinen Finger. Er verschwindet nicht. Noch einen Finger. Er verschwindet immer noch nicht. Die ganze Hand streckt sie nach ihm aus. Er bleibt. Dann sitzt sie drauf. Haha, hab dich.

Sie wird eins mit ihm, möchte für immer da sitzen bleiben – in ihrem Sessel, in ihrem rosa Sessel. Wie viele Wüsten hat sie durchquert, wie viele 5000er überwunden, wie viele Meere durchschwommen, um zu ihm zu kommen? Jetzt ist sie am Ziel ihrer Reise. Jetzt kann sie endlich die Welt von einem rosa Plüschsessel aus betrachten. Jetzt wird es ernst.
Und die Geschichte von FrauvonWelt und ihrem Plüschsessel neu geschrieben.