Eisdielengetwitter

Frei nach dem Motto “Ich twittere mein Blog voll”:

*Fahre gerade an einer Eisdiele vorbei.*
*Denke an ein dreifaches Spaghettieis ohne Sahne.*
*Halte an, betrete die Lokalität und wähle einen Tisch am Fenster.*
*Bestelle ein dreifaches Spaghettieis ohne Sahne.*
*Genieße ein dreifaches Spaghettieis ohne Sahne.*
*Welt, du kannst mich mal. Ich werde jetzt dick und egoistisch.*
*Vorsatz: Das mach ich jetzt jeden Tag.*

Das schöne an Twitter ist ja: Es ist alles gelogen.
What are you doing?
Just twittering.

Ich fürchte, dick macht es trotzdem.

Ein Twittershirt für FrauvonWelt

Ballungsgebiete werden ja von jeher überschätzt. Ein Narr, wer denkt, der Fortschritt, die Trends, die Ideen von morgen kämen aus den Metropolen dieser Welt. Die wahre Kreativität, echter Forschergeist, kurzum das Genie kam schon immer aus der Provinz.

Was wollte ich eigentlich erzählen? Ach ja, Schlangen. So heißt ja nun die neue Heimat der FrauvonWelt. Ein paar wenige Einwohner tummeln sich hier, mit fast allen ist FrauvonWelt verwandt. Neben Einwohnern tummeln sich hier auch noch Tiere. Überall Schafe, Kühe, Hühner – Land halt. Wenn der Hahn kräht, steht man auf. Wenn das Bier alle ist, geht man ins Bett.

Was wollte ich eigentlich erzählen? Ach ja, Twitter. Mit Twitter, so könnte man meinen, hat der gemeine Schlänger nichts am Hut. Twitter ist was für verarmte Großstadtseelen oder globaldenkende PR-Heinis. Der Schlänger, naturbewusst, wie er ist, der macht lieber einen Spaziergang durch den Wald oder geht zum Tischler im Dorf und bespricht mit eben diesem die Anfertigung eines neues Esstisches, weil der alte (zugegeben ein billiges Discountdings) nichts taugt. Pustekuchen.

Was wollte ich eigentlich erzählen? Ach ja, T-shirts. FrauvonWelt, es ist kein Geheimnis, geht ja nun mal ganz gerne shoppen. Auch im Internet.

So, der geneigte Leser kennt die Lösung längst. Die Preisfrage lautet: Was kommt dabei heraus, wenn die ballungsgebietflüchtige und shoppingsüchtige FrauvonWelt durch Schlangen twittert? Genau:

Ein Twittershirt. (Jetzt möge sich bitte niemand beschweren, die Lösung habe ja schon in der Überschrift gestanden.) Und wer glaubt, dass das hier jetzt so eine schnöde Werbeaktion ist, der hat Recht. Aber das kam ganz anders als üblich.

Und zwar so: FrauvonWelt verließ die Metropole Rhein-Main-Gebiet und zog nach Schlangen. Dort twitterte sie so vor sich hin und twitterte auf @kleffe. Ob jemand verfolgt wird, oder nicht, entscheidet nicht selten der Blick auf die Webseite. Aha, dachte FrauvonWelt, wieder jemand, der was verkaufen will. Is ja nichts Verwerfliches dran, bei der Flut der Werbetreibenden, die bei Twitter rumzwitschern, höchstens etwas Nervendes. FrauvonWelt blieb dennoch an den Schaufenstern dieser kleinen Butike stehen und beim Blick auf das Impressumsschildchen fiel sie glatt die Eingangsstufen rückwärts runter. Der werte Herr Twittershirt sitzt wenige Straßen von FrauvonWelt entfernt. Donnerknispel. Die ganze Welt ein Schlangen!
Wenige Tage später klapperte der Briefkasten und ein Umschlag mit einem wunderbaren Twittershirt flatterte ins Haus. Danke, Herr Kleffner.