Märzzeit, Stöckchenzeit, Mordzeit.

Es ist März. Herr Schmidt schmeißt mit Stöckchen um sich. Aua. Stöckchen sind scheiße. Das sagen alle. Alle sagen, sie mögen die Dinger nicht, alle beantworten sie doch. Alle sind höflich. FrauvonWelt nicht. Muss sie nicht sein. Sie liebt Stöckchen. Her mit den Stöckchen der Welt! FrauvonWelt beantwortet alle. Aber nur heute. Morgen kann das alles schon wieder ganz anders aussehen, schließlich ist FrauvonWelt eine Frau. Herr Schmidt hat also Glück gehabt.

Das Stöckchen ist kompliziert. Fast zu kompliziert für FrauvonWelt. Zuerst muss ein Buch in der Nähe gefunden werden, dass mehr als 123 Seiten hat. Ein Buch! Hier sind Millionen. Und keines davon gelesen. Zumindest fühlt sich das so an. Warum nur? Das erste, das FrauvonWelt greift, endet auf Seite 69 mit den Worten: „Die Leichenstarre war schon eingetreten, als man ihn fand, im Mund die Feder, über die sein letzter Seufzer hingegangen war.“ Schön, aber leider zu früh gestorben. Wer auf Seite 69 stirbt, ist raus.

Nächstes Buch. 125 Seiten. Gut. Also Seite 123. Ersten fünf Sätze überspringen, nächsten drei Sätze aufschreiben: „Er erzählt weiter, die ganze Geschichte muss er ihr erzählen. Nicht nur die Mordnacht, nein, alles muss er loswerden. Wie ein reißender Strom bricht es aus ihm heraus.“

Und nu? Nun darf die werte Leserschaft raten: Wie heißt die Tote? Und womit hat er ihren Schädel gespalten?

Was gibt es zu gewinnen? Hm, Herr Schmidt verlost Kacheln aus seinem neuen Häuschen. Warum werde ich das Gefühl nicht los, er will mir damit etwas sagen? Ich habe keine Kacheln. Noch nicht. Herr Schmidt, lassen Sie die Dinger an den Wänden, sonst… (Es kann sein, dass ich Ihnen mit diesem Rätsel auch etwas sagen will.)

Nun gut, ich verlose Kommentare. Dem Gewinner drohen täglich fünf Kommentare aus meiner Feder. Wie lange? Neun Tage. Neun mal fünf Kommentare. Hier noch ein Tipp: Das Buch schrieb eine Autorin.

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33 Responses to Märzzeit, Stöckchenzeit, Mordzeit.

  1. Mit einem Beil natürlich und die Gute hiess Isolde.

  2. frauvonwelt says:

    Liebe Wilde Orchidee,
    das ist leider total falsch, aber auch schön. Die triste Isolde war es nicht, mit dem Beil trafen sie auch daneben. Was macht denn eigentlich Ihr Umzug?

    Herzlich
    Ihre FrauvonWelt

  3. Verehrte Frau von Welt,

    Sie fragen nach meinem Umzug? Der findet rückwärts statt. Ihretwegen! Ich packe Kiste für Kiste wieder aus und suche alle Bücher mit 125 Seiten. Ihretwegen!

    Die Story wird zu dem Ihrerseits wohl bekannten Rückwärtsgeher.

    Herzlichst, die Wilde Orchidee

  4. frauvonwelt says:

    Ja herrlich, liebe Orchidee,
    sagen Sie bescheid, wenn Sie was Spannendes gefunden haben. Noch ein Tipp: 20. Auflage steht vorne bei mir drin. Es kommen keine roten Schuhe in dem Buch vor. Überhaupt kann ich mich an keine Farben erinnern. Nur alles grau und trist.

    Verschieben Sie nun den Umzug?

    Herzlich
    Ihre FrauvonWelt

  5. Verschieben?
    Ich bitte Sie. Frau von Welt.
    Wenn alle Bücher ausgepackt, der Monat sich dem Ende neigt, dann geh ich ohne volle Kisten. Unter die nächste Brücke vielleicht.

    Immer noch suchend, die Wilde Orchidee

  6. Maak says:

    sie lieben stöckchen? dann greifen sie sich mal bitte das YOUGSTER-STÖCKCHEN (das zweitere wenn sie dem link folgen). das liegt schon ewig bei mir rum und kaum jemand hebt es auf und ich stolpere jedesmal drüber wenn ich dort vorbei komme. dabei ist es doch so ein tolles stöckchen!

    herzlichst
    ihr maak

  7. Erdge Schoss says:

    Wenn ich Ihnen etwas empfehlen darf, liebe FrauvonWelt:
    Schreiben Sie sich schon mal warm.

    Herzlich
    Ihr Erdge Schoss

  8. frauvonwelt says:

    Liebe Orchidee,
    Brücken sind ein herrlicher Ort zum Verweilen. Ein Fläschlein Wein, ein Kistlein Ragusa und den Liebsten im Gepäck. Lassen Sie den alten Ballast zurück, nehmen Sie nur das Buch mit den 125 Seiten mit, denn das sollten Sie sich nicht entgehen lassen.

    Lieber Herr Maak,
    das Youngsterstöckchen ist hübsch, fast so hübsch wie der kleine Bub auf der Schaukel. Aber das Bild von den Badenixen gibt es ja hier schon:

    schwestern.jpg

    Lieber Herr Schoss,
    das tun Sie nicht! Sie tun das nicht!

    Herzlich
    Ihre FrauvonWelt

  9. MC Winkel says:

    Klasse, sie lesen auch Polina Daskova!?
    Die ist toll.

  10. frauvonwelt says:

    Leider, Herr Winkelsen, die Polina war es nicht. Hab ich auch ehrlich gesagt, noch nicht gelesen. Muss ich? Soll ich?
    Warum in die Ferne schweifen? In der deutschen Krimilandschaft kommen Sie an meiner Autorin nicht mehr vorbei. Jetzt isses aber wirklich einfach.

    Herzlich
    Ihre FrauvonWelt

  11. Herr Schmidt says:

    Liebe Frau von Welt, machen Sie sich keine Sorgen wegen der Kacheln. Es werden weniger von den Wänden fallen, als geplant. Allerdings werden auch rosa Kacheln entsorgt werden müssen…

  12. Maak says:

    also die kacheln auf dem foto (im hintergrund) sehen den rosa kacheln im hause schmidt aber mal verdammt ähnlich!

    zufall?

  13. frauvonwelt says:

    Lieber Herr Schmidt,
    ich mach mir aber Sorgen. Und dank Herrn Maak weiß ich jetzt auch warum. Er hat die Urgründe meiner rosa Kachelleidenschaft erkannt.

    Danke, Herr Maak. Die Kacheln da oben auf dem Bild, die gibt es heute auch nicht mehr, ersetzt durch weißes Machwerk.

    Herzlich but schmerzlich
    Ihre FrauvonWelt

  14. dan says:

    Liebe FrauvonWelt. Stöckchen werden gemissen, dass es nur so knackt im Unterholz. Mir wurde auch eins an den Kopf geworfen. Das entsprechende “Pendant” aus rosa Feder würde die Leserschaft weltweit interessieren!
    Dieser Blogstock hat’s sogar in die Presse geschafft… peinlich, nicht?

    Hoffend

    Herzlich, Ihr

    Dan “die Kreide”

  15. frauvonwelt says:

    Lieber Herr Dan,
    Seelenstrip von FrauvonWelt? Es gibt bereits 99 unumstößliche Wahrheiten aus rosaroter Feder. Was weiß denn ich von meiner Seele?

    Hier bin ich, hier bin ich, Entrungene,
    taumelnd.
    Wag ichs denn? Werf ich mich?

    Fähige waren schon viel
    dort, wo ich drängte. Nun wo
    auch noch die Mindesten restlos Macht vollziehn,
    schweigend vor Meisterschaft —:
    Wag ichs denn ? Werf ich mich?

    Zwar ich ertrug, vom befangenen Körper aus,
    Nächte; ja, ich befreundete
    ihn, den irdenen, mit der Unendlichkeit;
    schluchzend
    überfloß, das ich hob,
    sein schmuckloses Herz.

    Aber nun, wem zeig ichs,
    daß ich die Seele bin? Wen
    wunderts?
    Plötzlich soll ich die Ewige sein,
    nicht mehr am Gegensatz haftend, nicht mehr
    Trösterin; fühlend mit nichts als
    Himmeln.

    Kaum noch geheim;
    denn unter den offenen
    allen Geheimnissen eines,
    ein ängstliches.

    O wie durchgehn sich die großen Umarmungen. Welche
    wird mich umfangen, welche mich weiter
    geben, mich, linkisch
    Umarmende?

    Oder vergaß ich und kanns?
    Vergaß den erschöpflichen Aufruhr
    jener Schwerliebenden? Staun’,
    stürze aufwärts und kanns?

    Herzlich
    Ihre FrauvonWelt

  16. dan says:

    FrauvonWelt. Sie sehen mich sprach- und in dieser Nacht schlaflos…

    Sie brechen ein in mein Herz, verehrteste!

    Seufzend

    Ihr

    Dan *kreidebleich”

  17. twoblogs says:

    Also Stöckchen interessieren mich überhaupt nicht. Krimis auch nicht. Und Tote darin? Nein. Dann schon eher die grassierende Stöckchensucht. Hat das nicht etwas Kettenbriefartiges an sich? Sind Sie nicht angerührt, denken Sie nicht, Sie machen einen Fehler, wenn Sie da nicht mitmachen? Würden Sie nicht gleich als Noli-me-tangere in der Blogwelt gelten?

    Weiters Bücher; auch viele ungelesene, halb gelesene, nicht zu Ende gelesene auch. Ist es demnach nicht eine Versuchung, sich blind – oder mit halber Absicht – eines davon zu greifen? Ist es nicht im Moment sogar spannend, sich dem sogenannten Zufall zu überlassen, der Spitze eines Zeigefingers, der noch dazu der eigene ist?

    Und dann – ein Blitzlicht auf diese Stelle fällt, die Sie in jedem Fall vergessen haben! Und jetzt auf einmal Gedanken, die Sie sonst nie gedacht hätten! Stöckchen ahoi! Audrii

  18. frauvonwelt says:

    Lieber Herr Dan,
    wie war die Nacht? Nach Ihren Träumen trau ich mich nicht zu fragen. :-)

    Liebe Madame Audrii,
    sie haben ja sehr recht. Sich Büchern zu nähern ist immer irgendwie spannend. Und wenn Sie es mit den Krimis so halten wie mit den Stöckchen – nur die guten – dann versprech ich Ihnen beste Unterhaltung. Und die Toten darin, ach, da lesen Sie einfach drüber weg. Sind ja meist so viele, dass der Einzelfall gar nicht so richtig anrührt. In meinem Fall waren es vier, fünf, sechs Tote? Sehen Sie, ich weiß es nicht. Die ganze Familie halt, ausgelöscht in einer einzigen Mordnacht. Mit einer einzigen Spitzhacke. Alles halb so wild. Ist ja nur ein Buch!

    Herrlich
    Ihre FrauvonWelt

  19. frauvonwelt says:

    Werter Herr Geist,
    Sie meinen also, Sie könnten mal hier eben so reinschweben, mir den Laden vollkrümeln und wieder verschwinden? Stimmt, können Sie. Krieg ich auch was ab? Sitten sind das hier.

    Herzlich und total erschrocken
    Ihre FrauvonWelt

  20. Erdge Schoss says:

    Wohlan, liebe FrauvonWelt, ich wäre dann soweit ..

    Herzlich
    Ihr Erdge Schoss

  21. frauvonwelt says:

    Oh, Herr Schoss,
    das kommt aber jetzt überraschend. Ich spring noch mal schnell unter die Dusche, zieh mir das kleine Schwarze an und dann wäre ich auch soweit. Worum geht es eigentlich?

    Herzlich
    Ihre FrauvonWelt

  22. dan says:

    Die Nacht kurz,
    der Traum heftig und -
    ein unschuldiges Weiss lächelt
    mich an.

    Zum Glück wars nur der Schnee…

  23. Cara says:

    Ich sag jetzt einfach mal so aus’m leeren Bauch raus:

    Ingrid Noll

    (und weil hier alles so ordentlich ist, hab ich auch einen ordentlichen Namen reingeschrieben, ins Kästchen oben, jawoll)

  24. Cara says:

    So ein Nonsens, den ich eben schrub.
    Bitte um sofortige Löschung . Auf leerem Magen sollte man nicht lesen und schon gleich gar nicht posten.
    Sie wollten ja den Namen des Opfers wissen, und nicht die Autorin.

  25. Cara says:

    So, Verehrteste, jetzt aber:

    Sie zitieren aus dem Buch von Andrea Maria Schenkel “Tannöd”
    Opfer: Die alte Dannerin
    Mordwaffe: Hacke

    Hoffe, ich hab jetzt alles zur Zufriedenheit beantwortet.

  26. frauvonwelt says:

    Falsch, falsch, falsch, alles falsch.
    Okay der Titel stimmt, Autorin auch, aber die Mordwaffe war eine Spitzhacke. Spitz, jawoll, das ist was ganz anderes als nur Hacke. Spätestens wenn Sie die übergebraten kriegen, wissen Sie’s. (Verzeihung.) Die alte Dannerin war zwar auch hinterher tot, aber das Opfer, das hier gesucht wurde, hieß Barbara, die junge Dannerin, die ja mit ihrem Vater und so. Tja, liebe Cara, das war dann wohl nichts. Besuchen Sie mich bald wieder.

    Herzlich
    Ihre FrauvonWelt

  27. Westpfalz-Johnny says:

    Das war ja früher bei Robert Lembke einfacher!

  28. frauvonwelt says:

    Lieber Herr von und zu Westpfalz-Johnny,
    die Beschwerdeabteilung ist im 3. Stock, Gang runter, hinten links.
    Frau Brömmelmeier erwartet Sie bereits. Viel Vergnügen.

    Herzlich
    Ihre FrauvonWelt

  29. Cara says:

    Also!
    Das ist ja wohl der Hö-he-punkt!
    Nun seien Sie mal nicht noch spitz-findiger als die Autorin selbst, verehrte FrauvonWelt!(übrigens hat sie sich das gar nicht selber erdacht, die ganze Meuchelei, aber egal jetzt.)

    Hacke bleibt Hacke, da bin ich jetzt aber mal knallhart im Fordern!
    Und Dannerin bleibt auch Dannerin, ob alt oder jung, das ist ja wohl völlig schnurz, wo doch am Ende eh alle tot sind.

    Der Herr Johann hat vollkommen Recht:
    Bei Lembke war’s einfacher – und heiterer!

    Ich bin jetzt schwer enttäuscht und werde wahrscheinlich lange nicht mehr vorbeikommen. Seeeeeeehr lange.
    Also jedenfalls ganz sicher heute nicht mehr.

    *grummelnd app

  30. frauvonwelt says:

    Liebe Cara,
    Sie können sich gleich mit dem Westpfalz-Johnny bei Frau Brömmelmeier anstellen. Sie hat heute Spätdienst und ist bester Laune, weil die Kantine im Haus kaputt ist und sie den ganzen Tag noch nichts zwischen die Zähne (genau die!) gekriegt hat. Gehen Sie ruhig rein ohne zu Klopfen.
    Im übrigen bin ich nicht spitzfindig. Es ist ja wohl ein Unterschied, ob jung oder alt. Gerade beim Sterben. Also ehrlich. Und wer ist eigentlich Ihr Herr Johann, von dem Sie da reden? Da wollen wir doch mal hoffen, dass der Herr Johnny nicht spitzfindig ist.
    Aber trotz alledem bin ich ja dann doch ein friedliebender Mensch. Hab ich von Frau Brömmelmeier gelernt. Ich komm dann mal kommentieren zu Ihnen. Aber sowas von!

    Es freut sich
    Ihre FrauvonWelt

  31. Cara says:

    Gut, liebe FrauvonWelt, ich verzeihe Ihnen.
    Aber das haben Sie einzig und allein meiner Dolleranz zu verdanken.
    Wenn es jetzt noch ein anständiges Frühstück gibt hier, dann bleib ich ein Weilchen.
    Auch in der Hoffnung, daß es ein neues post gibt, denn:
    der Fallus hier ist ja gelöst.

    Übrigens: Westpfalzjohann ist mit Ihrer spitzenmäßigen Brömmelmeierin versumpft. Jawoll.

    Und zweimal Zucker für den Kaffee, bitte.
    Man muß ja immer aufpassen, daß man keine Pfunde verliert.

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