In den Straßen Berlins

FrauvonWelt schlendert durch die Straßen Berlins. Zu viele Gedanken. Zu viele Menschen. Zu viele Autos. Sie machen nichts Gutes. Die Menschen. Mit den Autos. Die Autos gehen kaputt und sie fahren trotzdem weiter. Und dann fangen sie an zu brennen. Die Autos. In den Straßen Berlins.

Und dann schaut man kurz und geht weiter. Es ist, als wäre nichts passiert. In den Straßen Berlins. Viel Rauch um nichts. Es ist von allem zu viel. Und als hebe sich alles gegenseitig auf, bleibt am Ende nur ein Nichts. Eine gefühlte Gleichgültigkeit. Sie steckt an. In den Straßen Berlins.

Man geht vorbei. Es ist ja nichts. Kaum geht man um die nächste Ecke, ist alles vergessen. Man schaut die Menschen nicht an. Man sieht sie nicht.

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Vorbei die Tage

Ich schreibe einen Satz und lösche ihn gleich wieder. Ich schreibe den nächsten und lösche auch ihn. Alles scheint mir nicht wirklich. Das Sonnenlicht blendet. Es kann nicht sein. Die Sonnenbrille im Handschuhfach. Ein Relikt vergangener Zeiten. Wie so vieles. Man verbrennt mit der Zeit. Das Sonnenlicht tut weh. Einst konnte man es genießen. Mit ihm lachen. Die Sonne brennt. Verbrennt. Die Haut wird verwundbarer. Herrgott, man hat es doch gewusst. Immer. Tausend Mal passiert. Tausend Mal gewarnt. Und doch. Sonnenschutz. Nee, lass mal. Brauch ich nicht. Und dann liegt man plötzlich da. Und denkt. Und denkt. Hättest Du mal. Nützt ja dann auch nichts mehr. Zu spät. Buttermilch. Kühlkompressen. Kalte Wickel. Kannst Du machen. Kannst Du lassen. Ich schreibe einen Satz und lösche ihn gleich wieder. Er war nur kurze Zeit wahr. So wie die Brille im Handschuhfach. Kurze Zeit. Schöne Zeit. Und nun lass mich in den Schatten gehen. Mag nicht mehr brennen. Nie mehr. So wie ich Sätze lösche, lösche ich den Sonnenbrand. Gleich. Gleich ist es vorbei.

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Berlin schon wieder (2)

Der Plüschsessel wurde gefunden. Aber noch befindet er sich in den Klauen des schändlichen Diebes:

Der nicht ganz uneigennützige Rettungsversuch der ehemaligen Lady Pssst! oder Lady Netzgeflüster oder Lady Kanzlerette scheiterte kläglich in einem Handgemenge.

Der Sessel bleib weiterhin in den wüsten Händes des Herrn Fitz. Seine Blind- und Blödheit führten zu einer hanebüchenen Verwechslung.

Was dann geschah, …

… wird er BEREUEN!

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Berlin schon wieder

FrauvonWelt tut es wieder. Sie fährt nach Berlin. Natürlich muss dieses Rosaplüschdingens mit in diese Hauptstadt, die für FrauvonWelt schon mehrfach ein Desaster bereit hielt. Weswegen fährt sie also wieder dahin? Wir erfahren es nicht. Es heißt, sie hat noch ein paar Erinnerungen in Berlin. Der Rest bleibt vorerst ihr Geheimnis.
Der Plüschsessel ist bereits verstaut. Es kann los gehen.

Es bleibt nur, ihr Glück zu wünschen. Und möge sie einen Bogen um die sabberüberströhmten Testikelhochregale machen. Nur knapp ist sie damals ihrem Ende entkommen. Nicht auszudenken, wenn diesmal…

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Die eigene Blödheit von einem rosa Plüschsessel aus betrachtet

FrauvonWelt hüpft die Kellertreppe hinab, öffnet die Tür zur Waschküche, stellt den Trockner aus, macht die Trocknertür auf und erlebt eine der wenigen bahnbrechenden, das ganze Leben umkrempelnden Sternstunden ihres Lebens. Der Trockner ist leer.

Entweder hat jetzt der Trockner die komplette Wäscheladung verschluckt, oder FrauvonWelt war tatsächlich so blöd und hat den leeren Trockner angestellt. Dank ihrer zuweilen doch noch funktionierenden Hirnwindungen, kommt sie schnell auf die Lösung. Tröstend ist das wenig. Langsam stapft sie die Treppe wieder hoch. Die Freude darüber, dass sie nun keine Wäsche zusammen legen muss, ist irgendwo im Keller geblieben. Sie setzt sich in ihren rosa Plüschsessel und gibt sich der Verzweiflung hin. Sie hat tatsächlich den leeren Trockner angestellt. Wie zum Kuckuck kann frau so blöd sein? Was war geschehen?

FrauvonWelt hat keine Ahnung. Wie auch? Sie ist ja blöd. Kann man überhaupt Ahnung von etwas haben, was außerhalb der eigenen Grenzen liegt. Kann man überhaupt in einem rosa Plüschsessel sitzen und die Welt betrachten, oder betrachtet man nicht immer nur seine eigene Beschränktheit? Ist die Welt nicht immer nur die eigene Welt, die komplette eigene Blödheit und Unzulänglichkeit mit eingeschlossen? Sollte man sich überhaupt solche Fragen stellen, wenn man so blöd ist und einen leeren Trockner anstellt? Kann man durch das Betrachten der Welt, oder der eigenen Blödheit, FrauvonWelt verwendet es fortan als Synonym, verhindern, dass man leere Trockner anstellt? Dank ihrer zuweilen doch noch funktionierenden Hirnwindungen, kommt FrauvonWelt schnell auf die Lösung: Kann man nicht. Ergo: Weltbetrachtungen kann man auch gleich sein lassen. Wozu sollen sie hilfreich sein, wenn sie nicht helfen, die eigene Blödheit zu überwinden? Möchte jemand den rosa Plüschsessel haben? FrauvonWelt streichelt sanft über die liebgewonnenen Armlehnen und merkt, dass sie mit der gefundenen Lösung nicht wirklich zufriedener geworden ist.

Sie wirft einen Blick aus dem Fenster und ihre rechte Hand mit Schwung auf die Sessellehne. Das ist es! Wie einst Wickie sprudeln ihr Sterne aus dem Kopf. Der Plüschsessel bleibt. Und sei es auch nur, um weiterhin Betrachtungen der Blödheit anzustellen. Etwas anderes wird sich ändern: FrauvonWelt hängt die Wäsche fortan immer zum Trocknen auf den Wäscheständer.

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